Manche Übungen sind möglich auf kleinem Raum mit Bewegung des Fahrzeuges, wenn dieser Raum nicht öffentlich ist. (zum Beispiel ein Hof mit geschlossenem Hoftor. )
Hallo Kollege “Privatfahrlehrer auf Zeit”,
vorab eine ernste Warnung: lassen Sie keinen führerscheinlosen Anfänger ans Steuer auf öffentlichen Wegen und Plätzen und dort ein Kraftfahrzeug BEWEGEN (auch ohne Motorlauf nicht). Private Fahrausbildung fällt immer schon von Weitem auf und oft hat man irgendwo einen “guten Freund” der der Polizei gerne einen Tipp gibt. Und das wird dann richtig teuer für Sie und auch für den Anfänger.
Sie wissen sicherlich, dass Wald- und Feldwege öffentlich sind - aber auch Privatgrundstücke sind öffentlich, wenn jedermann Zutritt hat.
Dennoch können Sie einem Anfänger viele Dinge beibringen und vielleicht haben Sie außer dem freundschaftlichen, auch ein finanzielles Motiv, das zu tun: viele Anfänger haben nicht soviel Geld, ihren Führerschein selbst zu bezahlen, sind oft “sponsored by Daddy”.
In meinem Praktippkum finden Sie etliche Dinge, welche man ohne Zündschlüssel “trocken üben” kann, zum Beispiel den richtigen Umgang mit dem Schalthebel. Sie glauben nicht, wieviel Fahrschulzeit alleine damit verbraten wird, bis der Anfänger beim Schalten nicht mehr auf seine Finger schaut, also jeden Schaltvorgang mit den Augen ansteuert. Natürlich geht sowas nicht im Verkehr.
Basistraining “Anfahren” - also natürlich mit laufendem Motor, geht schon dann, wenn Sie vor der Garage wenigstens ein paar wenige Meter “nichtöffentlichen Platz” haben und wenn Sie sich an meine Anleitungen halten, fährt Ihnen der Anfänger das Auto auch nicht durch die Garagenwand.
Richtige Lenktechnik üben kann man so auch, selbst in der Garage bei laufendem Motor mit den heute üblichen Servolenkungen. Durch Drehen im Stand auf glattem Boden - natürlich darf kein Randstein im Weg sein - geht weder der Reifen noch die Lenkung kaputt.
Ganz ideal - wenn auch nicht völlig kostenfrei - ist ein zugelassener Verkehrsübungsplatz. Für bestimmt viel weniger Geld können Sie hier mit Ihrem Lehrling die Handhabung des Autos (allerdings nur bei niedrigem Tempo) bis zur Perfektion üben.
Egal welche individuellen Ausbildungsmethoden die dann folgende Fahrschule hat, wenn etwas richtig gemacht wird, ist der Fahrlehrer zufrieden. Ich würde dann allerdings als Privatausbilder bei der Anmeldung bei der (hoffentlich guten!) Fahrschule mitgehen und dem Fahrlehrer unter vier Augen die Kenntnisse des Anfängers erklären. Damit dieser Fahrlehrer dann nicht wieder von Null anfängt. Ist der Schüler bei Ihnen schon wirklich gut gefahren, verlangen Sie vom Fahrlehrer den sofortigen Ansatz der Sonderfahrten, zumindest sofort nachdem dieser sich vom Kenntnisstand des Lehrlings im Verkehr hat überzeugen können.
Noch etwas: Natürlich können Sie sich die 7,50 Euro, welche diese Anleitung kostet, sparen und das alles ganz aus eigenem Verständnis her üben. Ob das wirklich Geld spart, wage ich zu bezweifeln, weil die Fahrschule dann auch noch Ihre wahrscheinlich gemachten Prägungsfehler wieder wegtrainieren muss. Kostet richtig Fahrstunden.
Ich habe auch schon mal gesehen, wie eine Anfängerin auf einem Übungsplatz mit verkrampftem Gasfuß den teuren Mercedes des Herrn Gemahl durch die Begrenzungsmauer fuhr. Wäre ihm nach meiner Anleitung bestimmt nicht passiert.
Ach ja, noch was zum Schluss: Sicher sind Sie ein ruhiger, geduldiger Mensch, der auch nach dem fünften gleichen Fehler immer noch nicht losbrüllt.
Tschüss Kollege.
Wichtig für Einweiser
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