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Eine häufige Spezies unter uns Verkehrsrüpeln ist der Vollgas-Rambo. Was will man als Vollgas-Rambo? Auffallen und nicht als Graue Maus unter allen diesen Opas untergehen. Dazu eignet sich hauptsächlich (aber nicht nur!) Vollgas.
Deshalb hat normalerweise der VR eine 800-Watt Schallanlage im tiefer gelegten Rambo-Mobil installiert. Selbige betreibt man am liebsten in nächtlichen Vorstadt-Straßen, um die schlafbrüchigen Mitbürger davon zu informieren, dass man gerade dabei ist, seine Diskothek zu wechseln, weil einen unverständige Türsteher nicht reingelassen haben.
Um hämisches Grinsen in bewunderndes Staunen bei der eventuell zusehenden Damenwelt umzuwandeln, genügt sogar schon ein recht müde motorisiertes Vehikel, so es denn Frontantrieb hat. Wenn man diesem in der Abflugkurve Vollgas gibt, reichen schon dürftige 50PS um ein imponierendes Durchdrehen der Vorderräder zu erzeugen.
In nächtlichen Wohngebieten muss man auch als Vollgas-Rambo damit rechnen, dass ein verschlafener Opa mit seinem Alt-Opel zur nächsten diensthabenden Apotheke (meist 10-15 km weit weg) unterwegs ist, von rechts kommt und deshalb Vorfahrt hat. Aus dieser Überlegung ergibt sich natürlich für den VR scharfes Bremsen an jeder Kreuzung, weil man ja in den Zwischenstücken je nach Länge, locker auf 60-90km/h beschleunigen kann. Mit Radar ist dort sowieso kaum zu rechnen, außerdem warnt einen davor das Navi, wenn es etwas taugt.
Freude macht auch das Hereinfahren in Autobahnen im physikalischen Grenzbereich der Einfahrtkurve. Dabei braucht man kaum damit zu rechnen, dass ausgerechnet dort der Notstreifen von einem Pannenfahrzeug belegt ist, was allerdings die Ideallinie schon stören dürfte.
Wenn man schon mit mindestens Hundert aus der Einfahrtkurve kommt, muss man auch nicht wirklich auf der Parallelspur weiterfahren, sondern kann meist sofort zwischen zwei Lkws hindurch auf die Überholspur gehen. Linksspur-Fahrer müssen ja sowieso immer mit Überraschungen rechnen und für Überraschungen sind wir Vollgas-Rambos immer gut.
Anschließend kann man dem überraschten Bankheini in seinem Firmen-Benz ja mal zeigen, dass er gar nicht in der Lage ist, Turbo-Ede nachzufahren.
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