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Das mal vorweg: Das wertvollste Gut des Menschen ist die Zeit. Denn jedem ist bekannt, dass man davon nur ein begrenztes Maß zur Verfügung hat, wobei man (wie in einem bayrischen Volksfestbierkrug) nie weiß, wieviel überhaupt drin ist.
Aus diesem kühlen Grunde sehe ich gar nicht ein, warum jemand, wenn er doch nach vorne genug Platz hat, nicht endlich zufährt. Geschwindigkeitsbegrenzung? Na schön, wenn er das so eng sieht, dann soll er sich gefälligst nach rechts verkrümeln und zwar ruck-zuck und umgehend! Jawoll, auch zwischen die Lastwagen! Denn ich hab’s eilig.
Warum hab’ ich’s eilig? Weil ich in Köln ‘nen wichtigen Termin habe. Zwar habe ich den Stau am Elzer Berg schon einkalkuliert aber dass bei Mainz auch schon einer war, konnte ich ja nicht ahnen. Es war beim Wegfahren eh’ schon knapp, weil ich etwas verschlafen habe und wenn ich ohne Frühstück unterwegs bin, kann ich Penner auf der linken Spur schon gar nicht ausstehen.
Und ab dem Elzer Berg ist mir sowieso jeder zu langsam, der vor mir ist. Denn mein Termin ist wirklich sehr wichtig, sonst bekomme ich den Auftrag nicht.
Klar, hätte ich ja auch schon am Abend vorher fahren können, aber das war ja unser Skat-Abend, den kann ich doch nicht einfach sausen lassen. Man muss sich eben Prioritäten setzen, nicht wahr.
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